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Mittwoch, 15. April 2009

Joe taucht ab.

Freunde, Leser, Verwandte, Bekannte,

Das Semester an der Uni neigt sich dem Ende zu. Und da ich zu prokrastinativem Aufschieben neige, werde ich mir in den nächsten Wochen eine Ecke in der Bibliothek suchen, um dort Hausarbeiten, Lehrmaterialportfolios, Lernreflexionen, Erfahrungsberichte und eine Übersicht über Musik im 20. Jahrhundert zusammenzustellen.

Konsequenterweise werde ich kaum oder keine Zeit für mein Blog haben. Irgendwann im Juni, wenn ich wieder in Deutschland bin, werde ich dann nochmal über die letzten Wochen berichten und meinen Abschlussbericht für die Stipendiatenstiftung hier hochladen. Das wird dann ganz formell sein, ohne haarsträubende Geschichten über Friseurbesuche...

Mein Flieger kommt nach Plan am 02. Juni in Deutschland an. Ich werde anschließend erstmal bei meiner Mutter unterkommen, und dann sobald ich ausgeschlafen habe den Ladenburger Sommer genießen. Ich freu mich schon auf meine Rückkehr und hoffe, viele von euch bald wieder zu treffen!

Alles Gute allen Lesern von überm Teich,
Joe

Montag, 19. Januar 2009

Finals

Kurz vor Weihnachten vollzog sich hier ein allsemestriges Ritual:

Der Campus war wie leergefegt, niemand lief mehr über die sorgsam angelegten Gehwege, keiner interessierte sich mehr für Kino, Konzerte, oder Klubs.

Stattdessen: Study Groups, Sitzeskapaden in der Bib, und Deadlines.

Ich hatte Glück, denn die meisten meiner Profs hatten über das Semeser verteilt kleinere Aufgaben vergeben, die am Ende zu einem großen Teil in unsere Seminarnote eingegangen sind. Trotzdem musste ich zwei Hausarbeiten à 15-20 Seiten verfassen, fünf Klausuren schreiben (Wiederholungskurse für Musikgeschichte und -theorie), und mich der grausamen Folter des Herrn Viragh stellen. Viragh unterrichtet hier Gehörbildung und sein Motto ist "You are younger than me, therefore you are suspicious."

Glücklicherweise lief alles glatt. Meine schlechteste Leistung habe ich in Formanalyse erbracht (eine B-, wofür ich mehr hätte lernen können), und der Rest war mehr als zufriedenstellend. Ich hoffe doch mal, dass ich ein paar der Noten hier nach Deutschland mitnehmen kann - das wäre echt nicht schlecht für meinen Schnitt, und außerdem investier ich hier ja wirklich viel Energie und Zeit in mein Studium.

Werde mich mal mit Prof. Jank aus Mannheim unterhalten, wie er meine Chancen in der Sache einschätzt.